Der Ansatz und die Arbeitspakete von EMSAfrica

Während des Vorgängerprojekts ARS AfricaE (2014-2018) haben wir sechs Beobachtungsstandorte in Südafrika eingerichtet (siehe Karte unten). Diese Standorte stellen ein klimatisches Gefälle und verschiedene Arten der Landbewirtschaftung dar, von stadtnahen bis zu beweideten und geschützten, natürlichen Umgebungen. Um die Auswirkungen der Landnutzung von den Auswirkungen des Klimas trennen zu können, sind die Standorte "gepaart" worden, so dass die anthropogen stark beanspruchten Standorte so nah wie möglich an einem naturnahen Standort ähnlicher Genese liegen. Auf diese Weise können wir erwarten, dass die beobachteten Unterschiede zwischen den Standorten in weiten Teilen auf die unterschiedliche Landnutzung und nicht auf das Klima zurückzuführen sind.

Jedes unserer Arbeitspakete führt verschiedene Messungen bzw. Untersuchungen an diesen Standorten durch. Durch die Zusammenarbeit und Integration unserer Daten, Analysen und Ergebnisse ist es uns möglich, Modelle über die Vegetationsmuster des südlichen Afrikas und die Kohlenstoffbilanz zu erstellen. Darüber hinaus ist es unser Ziel, diese Informationen in kombinierte Modelle zu überführen, die als Entscheidungshilfe für die Landnutzung dienen können.

Sie können über den Arbeitsplan und die Ziele der einzelnen Arbeitspakete, einschließlich der bereichsübergreifenden Ziele, mehr erfahren, indem Sie ein Thema auf der linken Seite auswählen.

Karte mit den EMSAfrica-Beobachtungsstandorten in Südafrika Middelburg 1 & 2:

Map showing the EMSAfrica observation sites in South Africa (© )

Middelburg 1 & 2: Dies sind unsere trockensten Beobachtungsstandorte, die sich in geringer Entfernung voneinander im semi-ariden östlichen oberen Karoogebiet befinden. Der durchschnittliche Niederschlag beträgt nur 372 mm, mit einer Regenzeit im heißen Sommer und einem kalten, trockenen Winter. Auf unserem ersten Standort wird kontrollierte Beweidung betrieben und die Vegetation ist eine Kombination aus Sträuchern und schmackhaften Gräsern. Unser zweiter Standort zeigt Anzeichen einer früheren Überweidung und, obwohl sich die Fläche zum jetzigen Zeitpunkt von der Überweidung wieder erholt hat ist die Vegetation hauptsächlich durch ungenießbare Gräser gekennzeichnet.

Skukuza: Dieser Standort befindet sich innerhalb von Südafrikas größtem Schutzgebiet, dem Krüger Nationalpark, weshalb menschliche Einwirkungen hier minimal sind. Skukuza ist ebenfalls ein semi-arider Standort, mit einer durchschnittlichen jährlichen Niederschlagsmenge von 547 mm. Der Standort Skukuza befindet sich an einer Stelle, an der eine von Combretum dominierte Savanne in eine Akazien-Savanne übergeht.

Agincourt: Dieser Ort hat ein ähnliches Klima wie Skukuza, befindet sich aber unterhalb einer Dorfansiedlung. Der Standort ist als Savannenwald eingestuft.

Malopeni: Ähnlich wie Skukuza befindet sich dieser Ort im Krüger-Nationalpark. Es ist ein Savannen-Ökosystem mit einer Baumabdeckung von ca. 30%.

Vuwani: Dieser Standort befindet sich in einer Stadtrandlage, in einem stark vom Menschen beeinflussten Ökosystem und ist der feuchteste unserer Standorte.